Ein Video. Zwei Bildschirme. Absolut synchron. Das war die Voraussetzung für die Big Picture iPhone App. Nun war die einfachste Möglichkeit gesucht, wie sich zwei Geräte verbinden lassen, um dann ein beliebiges Youtube-Video über zwei Bildschirme zu strecken. Aus einem Prototypen sollte eine fertige App enstehen. Und das in 5 Wochen.


AUFGABEN

Interface Design
User Experience
Kommunikation

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Speicherstadt GmbH
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Mit dieser Grundidee kam man zu uns. Die Technik funktionierte bereits und ein sehr einfacher, erster Prototyp war auch vorhanden. Ansprechendes Design war in dieser Phase natürlich noch nicht vorhanden, aber es gab ein viel grösseres Problem: es machte keinen Spass. Um eine Verbindung zwischen den iPhones herzustellen, musste man als allererstes entscheiden welches der Geräte der Host, und welches der Client sein soll. Was ein lustiger Zeitvertreib sein sollte, führte meistens zu unnötigen Diskussionen, z. B. ob es besser wäre ein leistungsfähigeres iPhone als Host zu nehmen. Nach dem man sich entschieden hatte, musste man anschliessend die Verbindung manuell herstellen. Es war verwirrend und umständlich.

Der erste Prototyp. Die Technik war bereits sehr gut, an allem anderen mangelte es aber noch.

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DIE MARSCHROUTE

Unsere Kernaussage war: es muss möglichst einfach und schnell gehen. Keine Optionen. Kein Eingriff des Users sollte nötig sein. Denn im Prinzip ist die App ein Gimmick. Eine Spielerei, die man einfach mal schnell vorführen will. Also schmissen wir die Wahlmöglichkeiten zwischen Host und Client über Bord. Die App entscheidet. Und sie stellt sofort eine Verbindung her, sobald es zwei Versionen im gleichen Netzwerk oder per Bluetooth erkennt.

Der Nutzer braucht also nichts einzustellen, es wird einfach für ihn erledigt. Nun musste das Ganze aber auch optisch Spass machen, wenn man schon wenig zu bedienen hat.

Hier sieht man den Verbindungsvorgang und die anschliessende Suche nach einem Video.

Nach verschiedenen Entwürfen die wir ausprobiert haben, sind wir letztendlich bei einer recht naturgetreuen Darstellung des Vorgangs gelandet. Wir zeigen zwei iPhones, die noch in einiger Entfernung zueinander stehen. Von einem der Geräte gehen „Verbindungswellen” aus, was uns ein guter Statusindikator erschien. Man sieht, das die App im Hintergrund arbeitet und es wird noch mal optisch die Netzwerk-Thematik aufgegriffen. Gleichzeitig zeigen wir im zweiten iPhone einen kleinen Hinweis, was für Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verbindung vorhanden sein müssen. Wenn alles klappt, bewegen sich die zwei iPhones aufeinander zu und man sieht die jeweiligen Gerätenamen des anderen. Nachdem man sich nun ein Video ausgesucht hat, wird es bereits als Vorgeschmack über die beiden iPhones gelegt und man kann das Video abspielen.

EVOLUTION DES STARTBILDSCHIRMS

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ERKENNTNISSE

Auch wenn es eine tolle Herausforderung war eine fertige App in 5 Wochen zu realisieren, kann mehr Zeit natürlich nie schaden. Die Animationen könnten bestimmt noch runder sein und bestimmte Bereiche, wie das Impressum oder die Informationen zur App, könnten noch eine weitere Ausgestaltung verkraften.

Gerade bei einem engen Zeitplan muss man auch mal nach seinem Bauchgefühl gehen und an seiner Meinung festhalten. Wenn man sich eh keine weiteren Runden erlauben kann, sollte man mit Selbstvertrauen vorangehen. Das vertreibt die Zweifel beim Kunden. Und bei einem selbst.